Vor ein paar Jahren fing ich mit einer Unternehmung an, alleine die ehemalige Bernsteinstraße zu Fuß zu durchstreifen. Auf Grund einer wissenschaftlichen Publikation und einer drin gefundenen Landkarte bearbeitete ich und durchmarschierte eine Strecke aus Prag nach der Ostseeküste und eine Strecke Fluss Moldau entlang, wieder aus der Tschechischen Hauptstadt, jedoch nach Linz, in Oberösterreich. Und durch das Gebiet Österreich und Italien nach Aquileia zu bekommen. Das ist eine der Abzweigungen der ehemaligen Bernsteinstraße, die aus Aquileia an der Adria nach Norden Europas führt, und zwar nach der bernsteinreichen Ostseeküste: Danziger Bucht und Samland. Auskunft darüber finden Sie in der Polnischen, Deutschen und Italienischen Sprache auf der Seite: http://www.bursztynowyszlak.com/index_deutsch.html

sobota, 2 marca 2013

Wien im Winter und das Römische Vindobona


Reise nach Wien am 23. und 24. Februar
Dialogplatform der Auslandspolen in Österreich

Die Ankeruhr bestreut mit Schnee, gilt als eines der herausragendsten Werke des Jugendstils. Sie entstand zwischen den Jahren 1911 und 1914 nach den Plänen des Jugendstilmalers Franz Matsch. Sie ist ein Tribut an berühmte Persönlichkeiten der Wiener Geschichte. Das Uhrwerk selbst wurde vom k.u.k. Hof- und Kammeruhrmacher Franz Morawetz hergestellt.
mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Ankeruhr
Die Ankeruhr ist eine große Spieluhr beim Haus der Helvetia-Versicherung (vormals Anker-Versicherung) am Hohen Markt in der Altstadt Wiens, in der Nähe, wo er derzeit Römermuseum.


Vindobona das römische Wien
Wien (lat. Vindobona) Standort einer Legion und zugleich Siedlungsgebiet einer kulturell bunt gemischten Bevölkerung. Das Militärische Zentrum bildete ein über 20 ha großes, mit 6000 Soldaten belegtes Legionslager innerhalb des heutigen 1. Wiener Gemeindebezirks. Es war am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Direkt an der Donau – also an der Flussgrenze (limes/ripa) zum freinen Germanien – errichtet worden. In seinem Umkreis entwickelte sich ein wichtiger Warenumschlagplatz mit ausgebauter infrastruktur sowie land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Städtische Gemeinschaften entstanden sowohl unmittelbar außerhalb der Befestigungsanlagen Verwaltung auf dem Areal des heutigen 3. Wiener Gemeindebezirks (Zivilstadt).




                                                                      
                                                    Ostsee
                                                       

                                           B A R B A R I C U M         
               ~~   o Lentia                                ~~
                              o Lauriacum   ~~   ~~        o Vindobona
                                                                                ~~ Donau
                              N O R I C U M
                                                                     P A N N O N I A
                     o Virunum

         o Aquileia

Adriatisches
Meer



Lagerstraßen
Die Bauten des Legionslagers orientierten sich nach den rechtwinkelig angelegten Hauptstraßen. An ihrem Kreuzungspunkt erhob sich das Zentrum des Militärstützpunktes, das Kommandogebäude (principia). Die circa 9 m breiten Straßen waren mit großen Steinplatten gepflastert und mit Entwässerungskanälen versehen, die Gehsteige überdacht. So konnte man auch bei schlechtem Wetter die Schankstuben, Werkstätten, Lagerräume und kleinen Läden trockenen Fußes erreichen.

Lagertore
Die vier Lagertore erhielten ihre Bezeichnung nach ihrer Lage an den Hauptdurchzugsstraßen: An den Enden der Via principalis standen die linke und rechte Porta principalis. Die dazu im rechten Winkel verlaufenden Straßen führten zur Porta praetoria am Donauufer und zur porta decumana im Süden.

Die doppelte Durchfahrt der Tore wurde von zwei mächtigen Türmen flankiert. Die ungefähr 20 m hohen Tore waren mit Halbsäulen, Zinnen und einem Fries versehen und müssen auf die einheimische Bevölkerung großen Eindruck gemacht haben.







Terra Sigillata- Schüssel, 135-170 n. Chr.
Keramik
Gefunden: 1, Spiegelgasse 17/ Plankengasse 4, 1913
Mit einem stempel des Cinnamus, eines Töpfers aus Lezoux (Mittelgallien).
(Fotos ohne Blitz gemacht)





Römisches Tafelgeschirr
Bei der Wahl des Tafelgeschirrs wurden Gefäße aus feinem Ton vorgezogen. Die Oberflächen wurden bisweilen mit roten Überzogen oder Dekors versehen. Eine lokale Besonderheit Pannoniens ist Geschirr mit schwarz glänzendern Überzug, das auch in Vindobona produziert wurde. Es entsprach wohl dem Geschmack der einheimischen Bevölkerung, die großteils keltische Wurzeln halte. Miniatur gefäße sind als Kinderspielzeug anzusehen.




Viele Gegenstände, die wir heute täglich verwenden, hatten die Römer in anderer Form auch schon.


















Hypokaustheizung
Große Teile des Tribunenhauses waren mit einer Fußboden- und Wandheizung versehen (hypokaustum). Sie funktionierte folgendermaßen:
Unter dem Raumniveau mauerte man ca. 1 m hohe Ziegelsäulen auf.
Sie wurden mit großeren Ziegelplatten als Untergrund für den Raumboden überdeckt.
Zudem versetzte man an den Mauern bis unters Dach rechteckige Hohlziegel.
Damit die heiße Luft vom Hohlraum unter dem Boden bis nach oben zirkulieren konnte,
standen sie durch ein System von Öffnungen miteinander in Verbindung.
Der Boden war mit einem massiven Estrich versehen und die Wande verputzt,
damit kein Rauch aus dem Heizungssystem entweichen konnte.
Die Feuerstelle (präfurnium) zur Erwärmung der Luft war in einem Nebenraum oder im Hof untergebracht.
Kapitell und Säulenbasis
1. bis 3. Jh.
Abguss und Sandstein
Beide Seiten der Hauptstraßen des Legionslagers wurden von Gehsteigen begrenzt,
deren Über-dachung von Säulen getragen wurde (porticus).
Die hier ausgestellen Steine stammen aus der Gegend Wipplingerstraße,
deren Verlauf sich bei der Hohen Brücke mit der Via principalis deckt.







Kanalisation und Abfall
Die Abwässer des Legionslagers wurden in einem ausgefeilten
Kanalsystem aufgefangen, des von Anfang an eingeplant
worden war. Den Römern war die Bedeutung der Hygiene
zur Vermeidung von Krankheiten also bestens bekannt.
Die gemauerten und mit Ziegelplatten ausgelegten Kanäle
verliefen unter den Hauptstraßen. Dabei nutzte man das
Gefälle des Geländes so geschickt, dass die Abwässer in die
Lagergräben und dann weiter in die Donau abgeleitet wurden.
Da die Kanäle über zwei Meter hoch waren, konnten sie im
Bedarfsfall geräumt werden. Sperriger Müll Dürfte großteils
am Abhang zur Donau abgelagert worden sein. In zivilen
Wohnvierteln wurden die Abfalle oft in aufgelassenen
Brunnen und Gruben entsorgt.
Im Museum kann man sehen, sieht aus wie Stadt Vindobona (Wandmalerei),
an der Grenze des Römisschen Reiches (Donaulimes),
http://www.wienmuseum.at/de/standorte/ansicht/roemermuseum.html 




Die römischen Häuser auf dem Michaelerplatz unter dem Schnee.











Das Riesengebäude des Naturhistorischen Museums.











Das Wiener Rathaus.













Museumsplatz und Schnee.




Der Springbrunnen am Schwarzenbergplatz.










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