Vor ein paar Jahren fing ich mit einer Unternehmung an, alleine die ehemalige Bernsteinstraße zu Fuß zu durchstreifen. Auf Grund einer wissenschaftlichen Publikation und einer drin gefundenen Landkarte bearbeitete ich und durchmarschierte eine Strecke aus Prag nach der Ostseeküste und eine Strecke Fluss Moldau entlang, wieder aus der Tschechischen Hauptstadt, jedoch nach Linz, in Oberösterreich. Und durch das Gebiet Österreich und Italien nach Aquileia zu bekommen. Das ist eine der Abzweigungen der ehemaligen Bernsteinstraße, die aus Aquileia an der Adria nach Norden Europas führt, und zwar nach der bernsteinreichen Ostseeküste: Danziger Bucht und Samland. Auskunft darüber finden Sie in der Polnischen, Deutschen und Italienischen Sprache auf der Seite: http://www.bursztynowyszlak.com/index_deutsch.html

poniedziałek, 30 grudnia 2013

Auf den Spuren römischer Kaufleute von Wien nach Klosterneuburg

Wien, XXII. Polnische Kulturtage in Österreich


  Limes-Straße an der Donau,
Abschnitt die ehemalige Bernsteinstraße: Aquileia - die Odermündung

Die Limesstraße von Vindobona nach Westen muss Klosterneuburg südlich umgangen haben. Dazu gab es für den römischen Straßenbauer auch gute Gründe. Denn zwischen Vindobona (Wien) und Comagena (Tulln) schob sich der Wienerwald an zwei markanten Stellen bis hart an das Donauufer. (...)
Dies alles aber ist nicht dahin zu verstehen, dass es zwischen dem Legionslager Vindobona und seinem westlichen Flankenschutzlager Klosterneuburg keinen direkte Verbindungsmöglichkeit gegeben hätte. Ein vom Militär benützter Verbindungsweg über die späteren Dörfer Heiligenstadt, Nußdorf und Kahlenbergerdorf als via militaris wird wohl bestanden haben und ist auch vom zivilen Nahverkehr benützt worden. (...)

Karte aus Stadtmuseum Sankt Pölten: Der Limes in Österreich, wo beide Straßen sichtbar sind, der großen Reichsstraße von Vindobona über Comagena nach Cetium (St.Pölten) und Verbindung von Vindobona nach römische Kastell heute Klosterneuburg.

ARRIANA CASTRA (Arrianis) - Klosterneuburg, das westlichste Hilfstruppenlager der römischen Provinz Pannonia (Pannonia superior)
Autor: Prof. Dr. Hannsjörg Ubl
Text mit freundlicher Genehmigung: Dr. Karl Holubar (Stiftsarchivar)

Das römische Kastell von Klosterneuburg war zur Sicherung der westlichen Provinzgrenze Pannoniens angelegt  in der II. Hälfte des I. Jahrhunderts und von einer Hilfstruppenkohorte besetzt worden.
Nach ihren archäologischen Hinterlassenschaften konnten im Klosterneuburger Lager drei Hilfstruppenkohorten nachgewiesen werden - die cohortes I Montanorum, II Batavorum und I Aelia sagittariorum - von denen als dritte, die zwischen 117 und 127 im Lager eingerückte Aelia sagittariorum auffallend zahlreiche gestempelte Ziegel hinterlassen hat. Mit dem Ziegelstempel lässt sich die Anwesenheit der Truppe im Klosterneuburger Lager gesichert noch im späten III. Jahrhundert nachweisen. (...)
 
Klosterneuburg ist heute durch die archäologische Forschung als Standort eines römischen Militärlagers am pannonischen Donaulimes erkannt worden.

Mit der cohors I Aelia sagittariorum beginnt in Klosterneuburg eine Periode intensiver Ziegelproduktion, deren Erzeugnisse sich nach Osten zu in verschiedenen pannonischen Lagern entlang des Donaulimes wie auch in der römischen Großvilla von Bruckneudorf finden.

(...) Erhärtung fand die Namenszuweisung ARRIANIS an das archäologisch als westlichstes Lager Pannoniens erkannte Klosterneuburg durch Ziegelstempel mit der Ortsnamenprägung ARRIANIS, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in den militärischen Ziegeleien von Klosterneuburg geschlagen und gebrannt worden sind.
(...) Natürlich ist der Lagername auch auf die sich neben dem Lager rasch ausbreitende Zivilsiedlung, den vicus, übertragen worden. (...)

Stift Klosterneuburg
 

piątek, 27 grudnia 2013

Stadtmuseum Leonding - Turm 9


An der Grenze des römischen Reiches
Der römische Wachturm am Kürnberg ist Teil der Befestigung der insgesamt über 5.500 km langen Außengrenze des Imperium Romanum gewesen, die heute unter dem Begriff Limes zusammengefasst wird. Im Bereich der Provinz Noricum bildete die Donau ein natürliches Hindernis, das zusätzlich durch Wachtürme, Kastelle und ab dem späten 2. Jahrhundert n. Chr. auch durch ein Legionslager in Lauriacum/Enns gesichert wurde. Es handelte sich also um eine Flussgrenze (lat. ripa). Die nächste größere Einheit war im Kastell Lentia/Linz stationiert. Zwischen der Wachturmkette und den Truppenlagern konnte mittels Signalzeichen kommuniziert werden.






Der Wachturm beim Hirschleitenbach dürfte im Zuge des Grenzausbaus unter Kaiser Marcus Aurelius (161-180 n. Chr.) errichtet worden sein. Dieser Bau hatte einen Grundriss von 6 x 6 m. Wie Ziegel mit dem Stempel "URSICINUS" zeigen, löste im späten 4. Jahrhundert n. Chr. ein größerer Turm mit einer Grundfläche von nicht ganz 10 x 10 m den alten ab.










Modell eines römischen Wagens

von Text: Stadtmuseum Leonding

niedziela, 15 września 2013

Enns











Museum Lauriacum


















czwartek, 12 września 2013

Pöchlarn - Stadtmuseum Arelape

Das römische Kastell Arelape
Zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde der österreichische Donauabschnitt Nordgrenze des Römischen Imperiums. Zur Sicherung der Reichsgrenze entstanden ab dieser Zeit an strategisch wichtigen Punkten Befestigungsbauten für Legionen und Hilfstruppen.
Das im 1. Jahrhundert errichtete Holz-Erde-Lager wurde im 2. Jahrhundert durch ein Kastell mit Steinbauten ersetzt. An der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert wurden die älteren Befestigungsanlagen durch den Bau einer zweiten Lagermauer und so genannter Hufeisen- und Fächertürme verstärkt. Der Kastellbereich war zumindest bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts bewohnt.

Kastell Arelape

 
Modell eines römischen Kriegsschiffes (liburna)
Schnelles, wendiges Ruderschiff der römischen Kriegsmarine mit Segal und Rammsporn am Bug. In der spätantike war Pöchlarn sitz eines Befehlshabers der Donauflottille.

Die Zivilsiedlung erstreckte sich südlich und  östlich des Kastells. Ihre Ausdehnung ist bisher ausschließlich durch Einzel- und Zufallsfunde erschlossen. Im ehemaligen schlosspark wurden eine Badeanlage sowie Wohnhäuser ausgegraben.

Wandmalerei in Museum

Der Welserturm - Stadtmuseum

Donau in Pöchlarn

wtorek, 10 września 2013

niedziela, 8 września 2013

Sankt Pölten und Traismauer


Aelium Cetium im Stadtmuseum Sankt Pölten

Das Depot eines Geschirrhändlers in Municipium Aelium Cetium (der zweiten Hälfte des III. Jahrhunderts): das Sortiment umfasste mindestens 250 Gefaße, davon mehr als die Hälfte Terra-Sigillata-Tafelgeschirr aus der jüngsten Produktionsserie von Trinkbechern.

Ein Streitwagen war mit einem Krieger und mit einem Wagenlenker besetzt. Der Krieger sprang ab und kämpfte zu Fuß, während der Lenker den Wagen für den Rückzug bereithielt.
 
Dieser eiserne Achsnagel (La Tène Kultur) ist mit einem Bronzekopf verziert, welcher den keltischen Kriegsgott Teutates zeight. Mit solchen Achsnägeln war das Rad an der Achse des Streitwagens befestigt.

Sankt Pölten, Rathausgasse

Augustianis

Das "Römertor" in Traismauer zählt zu den ältesten Gebäuden Österreichs - die porta principalis dextra des römischen Reiterkastells Augustianis. Die Hufeisenförmigen Wehrtürme bestehen seit ca. 1.700 Jahren. Später waren darin die Wachstuben für die Tor- und Nachtwächter untergebracht.

 

sobota, 7 września 2013

Zeiselmauer und Tulln an der Donau


Greifenstein, Blick vom Gasthof.                  

Zeiselmauer und eines der beliebtesten Objekte zu fotografieren.

Das römische Kastell Zeiselmauer – CANNABIACA der Provinz Noricum, ist die östlichste Befestigungsanlage in der Kette von Limeslagern, die das Tullnerfeld und das von Germanen dicht besiedelte Nordufer der Donau kontrollierten. Es liegt an der Provinzgrenze zu Pannonien (Pannonia superior), die auf dem Höhenrücken des Wienerwaldes verlief. Hier führte eine Straße über das Hagen- und Kierlingtal zum benachbarten, bereits pannonischen Kastell in Klosterneuburg.
Das erste Militärlager mit seinen Innenbauten aus Holz, das von der Armee am Ende des 1. Jahrhunderts für eine 500 Mann starke Truppe errichtet wurde, fiel einem Schadfeuer zum Opfer. Die ab 122 n. Chr. hier stationierte Truppe, die cohors II Thracum equitata pia fidelis (von Britannien an die Donau versetzt worden), erneuerte die 2 ha große Festungsanlage in Steinbauweise. Soldaten und Zivilisten verwendeten lokalen Sandstein als Baumaterial, der in Steinbrüchen im nahen Wienerwald gebrochen wurde und leicht zu bearbeiten war. Am Beginn des 4. Jahrhunderts verstärkte das Heer die Festung mit fächerförmigen Ecktürmen, von denen der nordöstliche ausgezeichnet erhalten ist. Auch unter der Kirche im Ortszentrum, sind Teile des gut erhaltenen Kommandogebäudes (principia). Im Zentrum des Lagers erhob sich das Kommandogebäude (principia) am Schnittpunkt der geschotterten Hauptstraßen. Die Kastellmauern umschlossen eine quadratische Fläche von 2 ha. Dieser Grundriss wurde über 400 Jahre beibehalten. 
Der Rundgang, führt durch einem Freiluftmuseum zu den eindrucksvoll erhaltenen Denkmälern der spätantiken Festungsarchitektur von Cannabiaca. Die einzelnen Monumente werden den Besuchern mit Informationstafeln und Modellen vorgestellt. Auf diese Weise ist auch die Größe eines Limeskastells gut vorstellbar.
Das Klein- bzw. Restkastell, eine burgusartige Anlage von 20 x 21 m beherbergte eine stark verkleinerte Truppe, sogenannte limitanei, vielleicht germanische Söldner. In dem bis zum dritten Obergeschoss erhaltenen Gebäude mit Rundbogenfenstern befanden sich Räume für Vorräte und Waffen. Wohn- und Diensträume waren um einen Innenhof gruppiert.

Der „Körnerkasten“, ein spätantikes Kastentor, steht an der Stelle des Osttores (Porta Principalis Dextra) des mittelkaiserzeitlichen Kastells. Der gute Erhaltungszustand ist den Passauer Grundherren zu verdanken, die das Gebäude als Vorratsspeicher nutzten.

Die ursprüngliche Tordurchfahrt hatte eine Höhe von 4 m, der römische Gehhorizont liegt 2 m unter dem heutigen Niveau.

Die an den Kastellecken weit vor die Festungsmauer ragenden Fächertürme sind ein charakteristisches Element der spätantiken Militärarchitektur am Donaulimes. Sie ermöglichten eine bessere Verteidigung bei Angriffen auf die Festungsmauern.

Nordöstlicher Eckturm des romischen Lagers. Am Mauerwerk des Fächerturms, dessen Bruchsteine mit hartem Kalkmörtel, Schotter, Sand und Ziegelsplitt vermischt wurden, sind außen noch Spuren vom hölzernen Baugerüst und im Inneren von den Deckenbalkenauflagern erhalten.

Infotafel und Sonnenblumen.

Die andere Stadt am diesen Tag ist Tulln an der Donau und ... Show Brunnen.


Das römische Kastell Tulln – COMAGENIS ist Teil einer Kette von römischen Kastellen im Tullner Feld. Dazu gehören auch die weiteren militärischen Befestigungsanlagen in Traismauer, Maria Ponsee, Zwentendorf und Zeiselmauer.
In der nordöstlichen Altstadt liegen ältere Anlagen des Kastells, die bereits vor 100 n. Chr. entstanden und mit Lehmziegelmauern bzw. Holzpalisaden befestigt waren. Die erhaltene Bauinschrift von 104 n. Chr. bezeugt, dass die ala I Comagenorum, eine Einheit von berittenen Bogenschützen, die aus Kommagene in der Osttürkei an den Donaulimes versetzt worden war, Teile des Kastells in Stein ausbaute. Sie gab dem Reiterkastell den Namen Comagenis.
Die Befestigungsanlagen wurden im 4. Jahrhundert verstärkt, dazu gehört der bis zur Traufe erhaltene „Römerturm“ an der Donaulände. Die zivile Bevölkerung zog sich ebenfalls hinter die Kastellmauern zurück.
Das Osttor des Kastells (porta principalis dextra), restauriert und überdacht, befndet sich im Marc Aurel-Park.

Der spätantike Römerturm an der Donaulände war einer der Türme an der westlichen Kastellflanke. Seine massive Bauweise zeigt den verstärkten Verteidigungscharakter der spätrömischen Militärarchitektur. 

U-Turm, architektonischen Details, einer der Türen und Fenster.

 Der Römische Kaiser und Herrscher Marcus Aurelius Antoninus Pius Augustus
"Zur erinnerung an die römische Geschichte der Stadt Tulln Römisches Reiterlager Comagena (...)"

Diese Bänke sind in Tulln bei Römermuseum.

Und wieder, der Brunnen in der Stadt.

von Text: Der Donaulimes in Österreich
Das römische Kastell
www.limes-oesterreich.at

czwartek, 2 maja 2013

Vindobona einmal mehr


- ersten Teil: http://bernsteinstrasse-zu-fuss.blogspot.com/2013/03/wien-im-winter-und-das-romische_6299.html

Das Legionslager wurde auf einem erhöhten Plateau errichtet, in der Hoffnung, dort vor Hochwassern geschützt zu sein.

Legionslager
In der Römerzeit gab es schematische Vorgaben zur Planung und Gestaltung eines legionslagers. Dies erleichtert heute bei starker Überbauung - wie auch in Wien - die wichtigsten Gebäude zu lokalisieren und Grundrisse zu rekonstruieren. Die Konturen des legionslagers, das von einer mächtigen Mauer mit Zwischentürmen und drei Gräben umgeben war, zeichnen sich noch heute im Stadtbild ab (Tiefer Graben - Naglergasse - Graben - Rotenturmstraße). Entlang der Achsen angelegte Hauptstraßen verbanden die Lagertore miteinander. Hier befanden sich die Hauptgebäude: die Kommandantur, der Palast des Legionslegaten, die Häuser der Stabsoffiziere und die Thermen. Im rechtwinkeligen Raster wurden Mannschaftsunterkünfte, ein Hospital, Werkstätten end Stallungen errichtet.

Bewaffnung und Ausrüstung
Römische Legionäre erhielten regelmäßige Soldzahlungen. Davon wurden jedoch bis zu 70 Prozent für Verpflegung. Festlichkeiten, Ausrüstung und die Sterbekasse einbehalten. Anders als heute mussten sich die Soldaten ihre Ausrüstung und Waffen selbst kaufen oder erbten sie von ihren Vätern oder Verwandten. Deshalb waren die Ausstattung und das öffentliche Erscheinungsbild der Armee nicht einheitlich. Waffen und Panzerungen für Mensch und Pferd veränderten sich im Lauf der Zeit, auffallend reich verziert sind Militärgürtel und Riemen der Pferdegeschirre. Man fand aber nur selten militärische Ausrüstungsgegenstände der Römerzeit in Wien, denn Schadwurde wieder eingeschmolzen und zu neuen Gebrauchsgegenständen verarbeitet.

Verwaltung
Die Zivilstadt wurde durch ihre Bewohner selbst verwaltet. Sie hatte einen Gemeinderat, der aus 100 Angehörigen der lokalen Führungsschicht bestand. Dieses Amt war prestigeträchtig, man musste allerdings auch mit seinem Privatvermögen zum Ausbau der Stadt beitragen. Ab der Spitze der Verwaltung standen zwei magistrate (duumviri). Die obersten Verwaltungsbeamten versahen ein Jahr lang ehrenamtlich ihren Dienst. Für die tägliche Arbeit stand Personal zur Verfügung. Es gab Berufsvereinigungen (collegia) von bestimmten Handwerkern, die auch als freiwillige Feuerwehr fungierten. Organisierte Müllbeseitigung im heutigen Sinne war unbekannt. Jeder Hausbesitzer war zur Reinhaltung seiner eigenen Straßenfront verpflichtet.

Wirtschaft
Vindobona und sein Umland lebten von der Versorgung der römischen Truppen. Besonders in der Lagervorstadt siedelten sich Händler an, die sowohl die landwirtschaftlichen produkte der umliegenden Gutshöfe verkauften, als auch exotische Lebensmittel importierten. Zudem vertrieben sie die lokal produzierten Gebrauchsgüter der hier ansässigen Handwerker, wie Keramikgeschirr, Metallwaren oder Beinschnitzereien. Manche wiederum handelten mit Luxusgegenständen, die aus weit entlegenen Gebieten geliefert wurden, Durch Bauarbeiten und den Ausbau der Straßennetze wurden Ziegeleien angesiedelt (Wien 17, Hernals), Steinbrüche  erschlossen (Wien 19, Nußberg) und die Holzwirtschaft angekurbelt (Wienerwald).
von Text: Wien Museum Römermuseum

sobota, 2 marca 2013

Wien im Winter und das Römische Vindobona


Reise nach Wien am 23. und 24. Februar
Dialogplatform der Auslandspolen in Österreich

Die Ankeruhr bestreut mit Schnee, gilt als eines der herausragendsten Werke des Jugendstils. Sie entstand zwischen den Jahren 1911 und 1914 nach den Plänen des Jugendstilmalers Franz Matsch. Sie ist ein Tribut an berühmte Persönlichkeiten der Wiener Geschichte. Das Uhrwerk selbst wurde vom k.u.k. Hof- und Kammeruhrmacher Franz Morawetz hergestellt.
mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Ankeruhr
Die Ankeruhr ist eine große Spieluhr beim Haus der Helvetia-Versicherung (vormals Anker-Versicherung) am Hohen Markt in der Altstadt Wiens, in der Nähe, wo er derzeit Römermuseum.


Vindobona das römische Wien
Wien (lat. Vindobona) Standort einer Legion und zugleich Siedlungsgebiet einer kulturell bunt gemischten Bevölkerung. Das Militärische Zentrum bildete ein über 20 ha großes, mit 6000 Soldaten belegtes Legionslager innerhalb des heutigen 1. Wiener Gemeindebezirks. Es war am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Direkt an der Donau – also an der Flussgrenze (limes/ripa) zum freinen Germanien – errichtet worden. In seinem Umkreis entwickelte sich ein wichtiger Warenumschlagplatz mit ausgebauter infrastruktur sowie land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Städtische Gemeinschaften entstanden sowohl unmittelbar außerhalb der Befestigungsanlagen Verwaltung auf dem Areal des heutigen 3. Wiener Gemeindebezirks (Zivilstadt).




                                                                      
                                                    Ostsee
                                                       

                                           B A R B A R I C U M         
               ~~   o Lentia                                ~~
                              o Lauriacum   ~~   ~~        o Vindobona
                                                                                ~~ Donau
                              N O R I C U M
                                                                     P A N N O N I A
                     o Virunum

         o Aquileia

Adriatisches
Meer



Lagerstraßen
Die Bauten des Legionslagers orientierten sich nach den rechtwinkelig angelegten Hauptstraßen. An ihrem Kreuzungspunkt erhob sich das Zentrum des Militärstützpunktes, das Kommandogebäude (principia). Die circa 9 m breiten Straßen waren mit großen Steinplatten gepflastert und mit Entwässerungskanälen versehen, die Gehsteige überdacht. So konnte man auch bei schlechtem Wetter die Schankstuben, Werkstätten, Lagerräume und kleinen Läden trockenen Fußes erreichen.

Lagertore
Die vier Lagertore erhielten ihre Bezeichnung nach ihrer Lage an den Hauptdurchzugsstraßen: An den Enden der Via principalis standen die linke und rechte Porta principalis. Die dazu im rechten Winkel verlaufenden Straßen führten zur Porta praetoria am Donauufer und zur porta decumana im Süden.

Die doppelte Durchfahrt der Tore wurde von zwei mächtigen Türmen flankiert. Die ungefähr 20 m hohen Tore waren mit Halbsäulen, Zinnen und einem Fries versehen und müssen auf die einheimische Bevölkerung großen Eindruck gemacht haben.







Terra Sigillata- Schüssel, 135-170 n. Chr.
Keramik
Gefunden: 1, Spiegelgasse 17/ Plankengasse 4, 1913
Mit einem stempel des Cinnamus, eines Töpfers aus Lezoux (Mittelgallien).
(Fotos ohne Blitz gemacht)





Römisches Tafelgeschirr
Bei der Wahl des Tafelgeschirrs wurden Gefäße aus feinem Ton vorgezogen. Die Oberflächen wurden bisweilen mit roten Überzogen oder Dekors versehen. Eine lokale Besonderheit Pannoniens ist Geschirr mit schwarz glänzendern Überzug, das auch in Vindobona produziert wurde. Es entsprach wohl dem Geschmack der einheimischen Bevölkerung, die großteils keltische Wurzeln halte. Miniatur gefäße sind als Kinderspielzeug anzusehen.




Viele Gegenstände, die wir heute täglich verwenden, hatten die Römer in anderer Form auch schon.


















Hypokaustheizung
Große Teile des Tribunenhauses waren mit einer Fußboden- und Wandheizung versehen (hypokaustum). Sie funktionierte folgendermaßen:
Unter dem Raumniveau mauerte man ca. 1 m hohe Ziegelsäulen auf.
Sie wurden mit großeren Ziegelplatten als Untergrund für den Raumboden überdeckt.
Zudem versetzte man an den Mauern bis unters Dach rechteckige Hohlziegel.
Damit die heiße Luft vom Hohlraum unter dem Boden bis nach oben zirkulieren konnte,
standen sie durch ein System von Öffnungen miteinander in Verbindung.
Der Boden war mit einem massiven Estrich versehen und die Wande verputzt,
damit kein Rauch aus dem Heizungssystem entweichen konnte.
Die Feuerstelle (präfurnium) zur Erwärmung der Luft war in einem Nebenraum oder im Hof untergebracht.
Kapitell und Säulenbasis
1. bis 3. Jh.
Abguss und Sandstein
Beide Seiten der Hauptstraßen des Legionslagers wurden von Gehsteigen begrenzt,
deren Über-dachung von Säulen getragen wurde (porticus).
Die hier ausgestellen Steine stammen aus der Gegend Wipplingerstraße,
deren Verlauf sich bei der Hohen Brücke mit der Via principalis deckt.







Kanalisation und Abfall
Die Abwässer des Legionslagers wurden in einem ausgefeilten
Kanalsystem aufgefangen, des von Anfang an eingeplant
worden war. Den Römern war die Bedeutung der Hygiene
zur Vermeidung von Krankheiten also bestens bekannt.
Die gemauerten und mit Ziegelplatten ausgelegten Kanäle
verliefen unter den Hauptstraßen. Dabei nutzte man das
Gefälle des Geländes so geschickt, dass die Abwässer in die
Lagergräben und dann weiter in die Donau abgeleitet wurden.
Da die Kanäle über zwei Meter hoch waren, konnten sie im
Bedarfsfall geräumt werden. Sperriger Müll Dürfte großteils
am Abhang zur Donau abgelagert worden sein. In zivilen
Wohnvierteln wurden die Abfalle oft in aufgelassenen
Brunnen und Gruben entsorgt.
Im Museum kann man sehen, sieht aus wie Stadt Vindobona (Wandmalerei),
an der Grenze des Römisschen Reiches (Donaulimes),
http://www.wienmuseum.at/de/standorte/ansicht/roemermuseum.html 




Die römischen Häuser auf dem Michaelerplatz unter dem Schnee.











Das Riesengebäude des Naturhistorischen Museums.











Das Wiener Rathaus.













Museumsplatz und Schnee.




Der Springbrunnen am Schwarzenbergplatz.